Instandhaltung

Dieses Modul steuert die gesamte Terminverwaltung mit allen Terminarten und Termintypen. Typische Terminarten sind z. B. die Prüfungen der Instandhaltung – Sichtkontrolle, Inspektion, Funktionsprüfung und Wartung – der wiederkehrenden Prüfungen für Behälter, für eichpflichtige Zähler oder Prüfungen für die elektrotechnischen Installationen nach DIN EN 1081 bzw. ElexV. Termintypen sind intervall- oder ereignisgesteuerte, einmalige oder wiederkehrende Termine.

Das Modul ist an die Besonderheiten der einzelnen Fachschalen und deren Regelwerke, z. B. die Regelwerke G 495, G 498, G 499, W392, W614, W640, DIN VDE 0109 und die Eichgesetze aus dem Fachbereich GAS angepasst. Zusätzlich zu den im System hinterlegten technischen Regeln der DVGW Arbeitsblätter kann jeder Kunde eigene Regeln für sein Unternehmen aufstellen, die dann Grundlage für die Terminberechnungen sind. An den Anlagen bzw. den einzelnen Schienen können die ermittelten Werte verändert werden. Dies macht z. B. dann Sinn, wenn eine bestimmte Anlage oder Schiene Auffälligkeiten aufweist, und diese Anlage oder Schiene für einen bestimmten Beobachtungszeitraum einer öfteren Prüfung unterzogen werden soll. Die Festlegung, nach welcher Regel die Terminberechnungen erfolgen soll, kann vom Anwender bestimmt werden.

Die verwendete Regel und die hiervon abweichenden Termine – manueller Eingriff in die Terminplanung an einer bestimmten Anlage/Schiene – werden in einer tabellarischen Übersicht je Anlage oder Schiene angezeigt.

Jeder Anwender kann Vorlaufzeiten für alle Terminarten individuell festlegen. Diese Vorlaufzeiten melden Termine vor Ihrer Fälligkeit. Die Terminabfragen können von jedem Anwender individuell erfolgen. Terminabfragen können nach Zeiten (Tage, Wochen, Monate, Quartale, Jahre) nach Prioritäten (hoch, normal, niedrig) nach Terminarten (Wartung, Reparatur, Eichfrist etc.) und nach Terminstatus (erledigt, in Bearbeitung, offen, zurückgestellt) beliebig kombiniert werden. Häufig verwendete Abfragen, kann jeder Anwender für sich unter Favoriten zum schnellen Abruf anlegen. Zur Visualisierung der aktuellen Terminsituation können die Termine farbig dargestellt werden. Somit sind Termine, die sich in der Vorlaufzeit befinden von den überfälligen oder in der Zukunft liegenden Terminen deutlich zu unterscheiden.

Anlagenspezifische Checklisten, mit detaillierter Arbeitsanweisung für die Gesamtanlage und den einzelnen Geräten, sind ebenfalls entsprechend den vorgenannten Regelwerken oder den Herstellerangaben im System hinterlegt und können über Drucker ausgegeben oder als elektronische Datei erzeugt werden. Diese Checklisten können von den Anwendern auf die eigenen Arbeitsweisen angepasst oder erweitert werden. Die Ergebnisse der ausgeführten Arbeiten können über Eingabeaufforderungen in das System zurückgetragen werden. Sämtliche Termine, die durch die ausgeführten Maßnahmen betroffen sind, werden automatisch neu berechnet und in den Terminplanlisten aktualisiert. Hierbei werden untergeordnete Prüfungsarten mit berücksichtigt. Dies bedeutet, dass bei einer ausgeführten Wartung, auch die Termine für die Funktionsprüfung, Inspektion und Sichtkontrolle neu berechnet wird. Gleichzeitig wird dokumentiert, dass diese Arbeiten nicht als Einzeltermine stattgefunden haben, sondern im Zuge der Wartung mit erledigt wurden. Die Anzahl der Freischaltungen (Clients) wird über das Basis-System-Modul gesteuert. Das Modul ist auf die speziellen Anwendungen der jeweiligen Fachschale ausgerichtet und ist jeweils für die gewünschte Fachschale zu bestellen.

Terminverwaltung

Termine werden automatisch nach Vorschriften erzeugt

Im Rahmen der Inbetriebnahme von Anlagen im K3V-System werden der Anlage oder einzelnen Baugruppen Instandhaltungsmaßnahmen zugewiesen. Das Verhalten dieser Maßnahmen kann sich nach den im System hinterlegten Normen richten oder Sie definieren das Verhalten beliebig selbst. Eine Anhängigkeit des Intervalls zwischen zwei Maßnahmen kann von beliebig vielen Faktoren in Abhängigkeit gesetzt werden. Aufgrund von diesen Berechnungsvorschriften wird nach Abschluss eines Termins zu einer Instandhaltungsmaßnahme direkt der nächste anstehende Termin berechnet und im System angelegt.

Anstehende Termine planen und koordinieren

Jede Instandhaltungsmaßnahme hat ein konfigurierbares Meldungsintervall, wodurch festgelegt ist, wieviel Tage/Monate/Jahre vor dem eigentlichen Fälligkeitsdatum der Termin im System gemeldet wird. Solche Termine werden direkt nach dem Anmelden auf dem Startbildschirm angezeigt. Anstehende oder auch zukünftige Termine können komfortabel tabellarisch für Budgetplanungen gefiltert, aufbereitet und ausgedruckt werden oder in einem Wochen-, Monats- oder Jahreskalender übersichtlich angezeigt werden. Dort lassen sich Termine direkt per Drag&Drop verschieben, um Ressourcen optimal zu nutzen oder die Anfahrtswege zu optimieren.

Maßnahmen

Instandhaltungsmaßnahmen regeln die Intervalle

Mit Instandhaltungsmaßnahmen regeln Sie komfortabel und individuell, was, wann, wie, in welchem Umfang und in welchem Turnus zu tun ist. Instandhaltungsmaßnahmen gibt es in den verschiedensten Typen:

  • Sichtkontrolle, Inspektion, Funktionsprüfung, Wartung, Reparatur
  • Eichfrist, innere Prüfung, äußere Prüfung
  • Wartung von Heizungsanlagen, Krananlagen, Feuerlöscheinrichtungen usw.

Jede dieser Instandhaltungsmaßnahmen kann an der Anlage selbst, an Baugruppen oder einzelnen Bauteilen angehängt werden. Maßnahmen können direkt auf dem Fließbild durch Anklicken bestimmter Bauteile oder Bereiche zugeordnet werden. Maßnahmen erzeugen zeitgesteuert (Intervallberechnungen nach festen Vorgaben oder in Anhängigkeit von technischen Daten) oder ereignisgesteuert (durch Ereignisse von Messstellen, z. B. bestimmte Durchflussmenge wurde überschritten) neue anstehende Termine, wenn die Anlage in Betrieb ist.

Instandhaltungsmaßnahmen budgetieren

Filtern Sie nach Maßnahmetypen über alle im System angelegten Maßnahmen nach beliebigen Kriterien. Ein paar Beispiele:

  • Alle Funktionsprüfungen im nächsten Quartal
  • Alle Maßnahmen im nächsten Monat
  • Alle Eichfristen im nächsten Jahr
  • Alle inneren Prüfungen für einen bestimmten Behältertyp
  • Alle Anlagen mit zustandsorientierten Instandhaltungsmaßnahmen
  • Alle Anlagen mit einem Intervallfaktor >1

Alle Abfragen können als Favoriten abgelegt werden und sind so mit einem Klick jederzeit abrufbar. Instandhaltungsmaßnahmen, die sich nach im System hinterlegten Normen richten, passen sich automatisch an, wenn die Norm angepasst wird.

Arbeitsanweisung

Elektronische Arbeitsanweisungen oder in Papierform

K3V hat mehrere Arten von Arbeitsanweisungen vorkonfiguriert. Arbeitsanweisungen können abhängig vom Maßnahmentyp, Anlagentyps, der Baugruppe oder von der Art des Bauteils sein. Individuell für jeden dieser Fälle lassen sich eigene Arbeitsanweisungen anlegen und festlegen, welche technischen Daten darauf erscheinen und welche Informationen abgefragt werden sollen bzw. welche Tätigkeiten auszuführen sind. Arbeitsanweisungen werden grundsätzlich als PDF-Dokument im System abgelegt, so dass sie jederzeit wieder abgerufen oder ausgedruckt werden können. Zusätzlich können Arbeitsanweisungen im Rahmen der elektronischen Instandhaltung als elektronische Arbeitsanweisungen in Dateiform erzeugt werden, die dann mit einem entsprechenden Viewer wie ein Formular ausgefüllt und abgearbeitet werden können.

Elektronische Instandhaltung

Modul „Elektronische Instandhaltung – Servermodul“

Mit diesem Modul werden die Prüfberichte mit dem R&I Fließbild und allen Anlageninformationen in eine elektronische Datei zum Transfer auf einen mobilen PC konvertiert. Die ausgeführten Arbeiten werden sofort elektronisch vor Ort auf dem mobilen PC entsprechend der anlagenspezifischen Checkliste erfasst. Bei dem elektronischen Übertragen der Protokolle auf den Server werden automatisch eingestellte Grenzwerte überwacht. Unzulässige Abweichungen werden in einem Fehlerprotokoll dokumentiert und ausgegeben. Sämtliche Termine, die durch die ausgeführten Maßnahmen betroffen sind, werden automatisch neu berechnet und in den Terminplanlisten aktualisiert. Die Anzahl der Freischaltungen (Clients) wird über das Basis-System-Modul gesteuert. Das Modul ist auf die speziellen Anwendungen der jeweiligen Fachschale ausgerichtet und ist jeweils für die gewünschte Fachschale zu bestellen.

Modul „Elektronische Instandhaltung – Clientmodul“

Das Clientmodul der elektronischen Instandhaltung von K3V wird auf dem mobilen PC installiert. Dieses Modul ermöglicht die Visualisierung der grafischen Daten (R&I Fließbild) und aller Anlagedaten einschließlich der anlagenspezifischen Prüfberichte (Anlagen-, Gerätecheckliste) und der elektronischen Protokollierung der Prüfergebisse. Auch für den Stör- und Bereitschaftsdienst sind somit alle Anlageninformationen mobil verfügbar. Die Anzahl der Lizenzen ist abhängig von der Anzahl der eingesetzten mobilen Geräte.

Zustandsorientierte Instandhaltung

Regelwerk G 495 fur die Fachschale Gas

Die Instandhaltung ist für die Gewährleistung der Verfügbarkeit und Betriebssicherheit von Gasanlagen von zentraler Bedeutung. Die gleichzeitige Forderung, die Instandhaltung auch insbesondere unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu betrachten, hat zur Folge, dass sich gerade das Gebiet der Instandhaltung in einem ständigen Optimierungsprozess weiter fortentwickelt. Dieser Entwicklungsprozess dokumentiert sich auch in der inhaltlichen Fortentwicklung des DVGW-Arbeitsblattes G 495 „Gasanlagen – Instandhaltung“. Insbesondere eine auf den jeweiligen Anlagenbetrieb und Anlagenzustand optimal zugeschnittene Instandhaltungsstrategie hilft bei der Einsparung von Kosten unter gleichzeitiger Gewährleistung der Verfügbarkeit und Betriebssicherheit.

Um in diesem sensiblen Aufgabenbereich ein hohes Sicherheitsniveau zu erhalten, werden jedoch hohe Anforderungen an die eingesetzten Werkzeuge und Methoden gestellt. Zustandsorientierte Instandhaltung setzt vor allem auch eine geeignete Planungsdokumentation voraus, in der alle Anlagen in ihren Einzelkomponenten auf dem neusten Stand erfasst und archiviert sind. Das Dokumentationsmodul von K3V bietet Ihnen diese Möglichkeit auf einfache aber doch professionelle Art. In der Revision des Arbeitsblattes G 495 werden dem Anwender erstmals konkrete Handlungsempfehlungen gegeben, wie die individuellen Betriebsbedingungen einer jeden Anlage zu erfassen und durch konkrete Bewertungsfaktoren zu gewichten sind, um zu einer Verlängerung oder Verkürzung der Instandhaltungsintervalle zu gelangen.

Mit diesem Bewertungssystem kann eine Gasanlage weit umfassender beurteilt werden als bisher. Dieses Bewertungsverfahren ist in unserem Softwaresystem K3V als Standardbewertung hinterlegt. Die Bewertung der Anlagenmerkmale erfordert vom Betreiber eine wesentlich intensivere Auswertung und Beurteilung der Betriebsergebnisse und der Betriebsbedingungen. Das Arbeitsblatt G 495 weist ausdrücklich darauf hin, dass eine Anpassung des Bewertungssystems auf die eigenen Erfordernisse auf Grundlage der Betriebserfahrungen und -bedingungen notwendig ist.

K3V ermöglicht diese individuellen Anpassungen:

Ein weiterer wesentlicher Baustein der zustandsorientierten Instandhaltung ist die statistische Qualitätskontrolle. Merkmale der statistischen Qualitätskontrolle sind beispielhaft:

  • die Störungs- und Schwachstellenanalyse zur Ermittlung von Störungsursachen und Einzel- oder Systemfehlererkennung,
  • der Soll-Ist Vergleich von relevanten Betriebszuständen und Betriebsdaten,
  • das Erreichen von aktueller Zustandskenntnis durch Erfassen und Aufbereiten von Zustands- und Messgrößen sowie
  • die Einbeziehung und Auswertung der betrieblichen Erfahrungen der entsprechenden Fachkräfte.

So wird der Schwerpunkt der Tätigkeiten in der Zukunft auf dem Gebiet der Analyse und Auswertung von Betriebszuständen und Ermittlung der Restnutzungsdauer liegen. Aufgrund der vielfältigen Auswertemöglichkeiten der archivierten Instandhaltungsergebnisse ist K3V das geeignete Werkzeug zur Unterstützung der statistischen Qualitätskontrollen.

Tablet-PC

Mobiles Informationssystem oder elektronische Instandhaltung

Haben Sie in der Dokumentation von den „lebenden“ Fließbildern gelesen? All das können Sie mobil dabei haben, mit dem uneingeschränkten Luxus wie an Ihrem Arbeitsplatz-PC. CAD und Stücklisten, Dateianhänge, Zeugnisse, Zeichnungen, Bilder, all das direkt interaktiv über das Fließbild oder die Konstruktionszeichnung abrufbar.

Informationen können mit dem Stift handschriftlich direkt auf den Bildschirm geschrieben werden und als Anlage an der Anlage hinterlegt werden, wenn diese z. B. mit der Offline-Lizenzerweiterung ausgecheckt wurde. Anlagen lassen sich für Meisterbetriebe auf eine CD/DVD exportieren und per Doppelklick auf eine Anlage direkt von der CD/DVD mit Hilfe eines Viewer starten. Ein PDF-Dokument mit einem PDF-Reader zu öffnen ist genauso einfach.

Elektronische Arbeitsanweisungen lassen sich mit Hilfe des Tablet-PCs besonders einfach abarbeiten, da diese Geräte sehr handlich sind und mit einer Hand auf dem Unterarm abgelegt werden können, so bleibt immer eine Hand frei. Bei bedarf kann eine Tastatur auf dem Bildschirm eingeblendet oder Informationen handschriftlich erfasst werden, die integrierte Schrifterkennung wandelt diese Eingaben zuverlässig in elektronische Texte.

Archiv

Abgeschlossene Instandhaltungsvorgänge mit Ergebnissen

Im Instandhaltungsarchiv werden abgeschlossene Termine zu allen im System vorhandenen Instandhaltungsmaßnahmen abgelegt. Dabei werden nicht nur die Details und Ergebnisse abgelegt, sondern auch die zum Zeitpunkt des Abschlusses aktuellen technischen Daten der Anlage bzw. der gewarteten Bauteile. So bleiben auch die Protokolle und Ergebnisse von Bauteilen im System, die inzwischen verschrottet wurden oder in einer anderen Anlage ihren Dienst tun. Die Ergebnisse können komfortabel über eine Navigation gefiltert und angezeigt werden. Die Navigation kann beliebig nach bestimmten Kriterien zusammengestellt werden.

Auswertungen über sämtliche im Archiv gespeicherten Daten können beliebig vom Anwender erstellt werden. So können z. B. Veränderungen an Regelgeräten oder Sicherheitseinrichtungen über festgelegte Zeiträume ausgewertet und dokumentiert werden. Diese Auswertungen sind Bestandteile der statistischen Qualitätskontrolle.

Auswertungen

Das Potential der zurückprotokollierten Instandhaltungsmaßnahmen

Die Möglichkeit, jedes Detail einer abgeschlossenen Instandhaltungsmaßnahme anlagenbezogen oder bauteilbezogen über Jahre hinweg vergleichen zu können, schafft die Grundlage für jede denkbare Auswertung. Wie haben sich die Differenzdrücke an einem bestimmten Bauteil innerhalb der letzten Jahre entwickelt? Wie hat sich die Fehlerquote für bestimmte Bauteiltypen verändert? Welche Anlagen haben in der Vergangenheit vermehrt zu Problemen geführt? All diese Informationen können im Instandhaltungsarchiv von K3V schnell und zuverlässig abgerufen werden. Ein integrierter Excel-Export ermöglicht mit wenigen Klicks die Erstellung von Diagrammen oder Auswertungskurven.